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Internetfreigabe einer mobilen Internetverbindung zu einem LAN mit NAT32

Hintergrund dieses Artikels ist der Umstand, dass man nicht einfach eine Internetfreigabe des durch ActiveSync erstellen Windows Mobile Netzwerkadapters auf andere Netzwerkadapter erstellen kann (rechte Maustaste, Eigenschaften, Erweitert, Anderen Nutzern im Netzwerk gestatten …). Es kommt zu einer Fehlermeldung, da die IP der Netzwerkkarte die mit dem Heimnetzwerk verbunden ist, auf 192.168.0.1 gestellt werden will. Das geht aber nicht, weil das WM Gerät schon über genau diese IP mit dem PC verbunden ist.
Die Lösung heißt NAT32. Dieses Programm ist ein Software-Router welches einen neuen Gateway erstellt, über den man mit beliebigen Rechnern im Netzwerk die Internetverbindung gemeinsam nutzen kann. Gemeinsam mit einem guten Freund von www.individual-it.net haben wir es geschafft, NAT32 richtig zu konfigurieren. Hier eine hoffentlich nachvollziehbare Dokumentation.

Dazu wie folgt vorgehen:

1) IP’s wie folgt einstellen:

Im Server (der PC an den das WM Gerät angeschlossen ist) in der Netzwerkkarte, die mit dem Heimnetzwerk

verbunden ist, folgende IP-Einstellungen vornehmen:

Server konfigurieren:

IP Konfiguration Server

IP Konfiguration Server

Client konfigurieren:

IP Konfiguration Client

IP Konfiguration Client

  • Hinweis 1: Anstelle der 11 kann eine beliebige Zahl zwischen 2 und 254 eingestellt werden. Sie muss nur auf jedem PC GLEICH sein!
  • Hinweis 2: Anstelle der 81 und der 83 können beliebige Zahlen zwischen 2 und 254 eingestellt werden. Sie müssen nur auf jedem PC UNTERSCHIEDLICH sein!

2) NAT32 vorbereiten

NAT32 Kommandozeile

NAT32 Kommandozeile

Direkt nach der Installation kommt beim ersten Start eine Meldung, dass erst noch ein Treiber installiert werden muss. (Ein alter Weg ist, so glaube ich, dass man manuell der Netzwerkkarte ein Protokoll hinzufügt, welches sich im Pfad C:\NAT32 befindet. So habe ich das aber nicht gemacht). Diese Meldung nennt ein shell command („install driver“ oder so ähnlich) das man in der Console unter Shell einträgt. Dadurch wird der Treiber installiert und der Rechner muss neugestartet werden.

3) NAT32 konfigurieren

Den einzelnen Netzwerkkarten musste dann noch ihre Funktion zugeordnet werden.

Konfiguration Netzwerkkarte LAN

Konfiguration Netzwerkkarte LAN

Konfiguration Netzwerkkarte Windows Mobile

Konfiguration Netzwerkkarte Windows Mobile

Die Serverkonfiguration sollte wie folgt aussehen:

Serverkonfiguration NAT32

Serverkonfiguration NAT32

3) Client anmelden

NAT32 Client Administration

NAT32 Client Administration

Wenn sich nun ein neuer Rechner mit dem Netz verbindet (er muss die IP 192.168.11.xxx haben), muss er akzeptiert werden und eine UserID vergeben werden. Dabei kann auch die maximale Bandbreite festgelegt werden. Bei einer niedrigen Bandbreite, kann es Sinn machen die Bandbreite auf z.B. 2/3 zu beschränken. Andernfalls kann es sein, dass ein anderer Rechner „in die Röhre guckt“. Solange in dem Fenster Administration der State nicht auf ENABLED ist, kommt man mit dem Client nicht ins Internet.

4) Client fertigstellen

NAT32 Anmeldefenster

NAT32 Anmeldefenster

Im Browser des Clients gibt man z.B. diese IP’s an: 193.99.144.80 (www.heise.de) [direkt eine Domain einzugeben müsste auch funktionieren]
Man kommt dann zu einem Anmeldefenster, in dem man die vergebene UserID eintragen muss.

Danach sollte alles funktionieren!
Viel Erfolg!

Diese Dokumentation wurde von Peter Stahl geschrieben.

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Mobiles Internet in Nepal

2010 habe ich einen Artikel über mobile Intenetzugänge in Nepal geschrieben. Die Infos sind lange überholt gewesen und deswegen hier ein Update.

Zunächst ein mal: In den Touristengebieten gibt es Internetcafes an jeder Ecke und auch die meisten Hotels und Restaurants haben heutzutage „Free WiFi“. Zuverlässigkeit, Sicherheit und Geschwindigkeit sind natürlich sehr unterschiedlich. Und manchmal wird mangels Sprachkenntnissen aus der „Free WiFi Zone“ auch eine „WiFi free zone“.

Wifi free Zone

Es gibt mehere mobile Provider in Nepal, von denen meiner Meinung nach NCELL aber der momentan beste ist.
NCELL bietet sowohl Sprach als auch Datendienste an, nur sind einige Sachen zu beachten.

SIM Karten

Als erstes braucht ihr natürlich eine SIM Karte. Die kriegt man in einem der NCELL Center. Hier eine Liste. Eine weitere Möglichkeit gibt es am Internationalen Terminal im Flughafen in Kathmandu. Direkt bevor es rausgeht und alle Taxifahrer auf einen zustürzen befindet sich auf der rechten Seite ein NCELL Büro. Dieses Büro ist aber nur erreichbar wenn man aus dem Flughafen kommt, es ist nicht gestattet von Außen reinzugehen.
Um als Ausländer eine SIM Karte zu bekommen braucht man den Reisepass und 2 Passphotos. Es muss ein Formular ausgefüllt werden bei dem es meistens keinen interessiert was drinsteht, sondern nur das was drinsteht. Die NCELL Mitarbeiter sprechen normalerweise auch gut Englisch und sich hilfsbereit.

Es gibt bei NCELL grundsätzlich 2 Arten von SIM Karten. 1. für Sprache und 2. für Daten. Mit der SprachSIM kann man zwar auch Daten übertragen aber das ist teurer als mit der DatenSIM. Dagegen kann man mit der DatenSIM nicht telefonieren sondern nur SMS schreiben und das Internet benutzen.

Online mit der Sprach-SIM

Die teuerste Variante des Internetzugriffs ist einfach die SIM mit Geld aufladen. Dazu müssen Rubbelkarten gekauft werden. Die gibt es an jeder Ecke, meistens ist der maximal verfügbare Betrag 100NRS ,manche Läden haben auch welche für 300NRS und ganz selten bis 500NRS. In den NCELL Zentren gibt es auch welche mit bis zu 1000NRS. Manchmal muss man eine „Aufschlag“ auf die Karten zahlen also z.B. 105NRW für 100NRS Ladung, manchmal nicht – bin da noch nicht durchgestiegen.
Ist die Karte mit Geld aufgeladen, kann der Datentarif aktiviert werden. Dazu schickt man eine SMS mit dem Inhalt „A“ an 900224. Normalerweise, sollten dann gleich die Einstellungen für das Telefon übertragen werden, falls nicht schaut weiter unter unter „APN Einstellungen“ nach. Ist man so Online Unterwegs zahlt man 0.006NRS pro KB + 13% Steuern (Stand 02.08.2012). Das sind also ca. 6Eurocent pro MB.

Günstiger geht es wenn man sich für das Geld auf der Karte „Daten Pakete“ kauft.. Es gibt momentan Pakete zwischen 25 und 5000MB. Dafür wird einem einmalig das entsprechende Geld abgezogen und dann kann man das Datenvolumen auf brauchen. Achtung ist das Volumen zu Ende werden wieder und ohne Vorwarnung 0,006NRS pro KB abgezogen.

Um ein Paket zu aktivieren muss man zunächst genug Geld auf der Karte haben (per Rubelkarte aufladen) und dann eine SMS an die Nummer 9009 schicken in der man angibt welches Paket man haben will. z.B. SMS mit dem Inhalt 100MB an 9009 schicken und man kriegt für 299NRS+Steuer das 100MB Paket.

Die Pakete haben kein Ablaufdatum, verfallen also nicht.

Online mit der Daten-SIM

Das System ist bei der Daten-SIM im Prinzip das gleiche wie bei der Sprach-SIM, nur das man damit nicht telefonieren kann und die Datenübertragung günstiger ist.
Die Daten SIM wird oft zusammen mit einem USB 3G Stick verkauft (Huawei E1550), funktioniert aber auch in Smartphones oder anderen 3G Geräten.
Also wieder, SIM mit Geld voll-laden und lossurfen kostet recht viel (0.02NRS+Steuern pro KB), günstiger geht es wieder mit Paketen. Für die DatenSIM sind Pakete mit bis zu 20GB 5GB erhältlich.
Am PC läuft das „Geld Aufladen“ und die Paketbestellung per SMS. Wenn ihr den USB Stick hier kauft ist eine Software für Windows und Mac drauf die sich selbst installiert, für Linux funktioniert „Wammu“ problemlos.
Das es ziemlich lästig sein sein mehrere 1000 Ruppies per Rubbelkarte aufzuladen kann man auch einfach in ein NCELL Center gehen und dort direkt das gewünscht Paket kaufen.

Auch hier haben die Pakete haben kein Ablaufdatum, verfallen also nicht.

Netzabdeckung / Geschwindigkeit

Hier eine Karte mit der Netzabdeckung von NCELL. Jedoch funktioniert die Übertragung per GPRS/EDGE (2G) normalerweise nicht, es geht nicht langsam sondern oft gar nicht. Also verlasst euch lieber nur auf die Gebiete mit 3G.

Die Geschwindigkeit ist sehr von Standort, Tageszeit und Wetter abhängig. Habe schon mal 2MBit gemessen aber manchmal geht auch gar nichts.

Tethering

Ist problemlos möglich und wir (bis jetzt) in keiner Weise geblockt.

APN Einstellungen

Hier die Einstellungen die auf meinem Android Telefon funktionieren:

Name: ncell
APN: internet
Proxy: –
Port: –
Nutzername: –
Passwort: –
Server: –
MMSC: –
MMS-Proxy: –
MMS-Port: –
MCC: 429
MNC: 02
Authetifizierungstyp: –
APN-Typ: –
APN-Protokoll: IPv4

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Web 2.0 Twitter Experiment

Es gibt Leute die Web 2.0 Mitmachdienste wie Twitter für die beste Erfindung aller Zeiten halten, andere meiden sie wie die Pest. Ich hänge mit meiner Meinung irgendwo dazwischen und versuche immer den Sinn bzw. den Nutzen zu sehen. Wenn es für mich einen Nutzen gibt nutze ich die Dienste, sonst nicht!

D.h.:

  • Ich bloge hier, weil es mit wordpress einfach und schell möglich ist interessante Informationen ins Web zu stellen
  • Ich beteilige mich in verschiedenen Programmier-Foren um Leuten zu helfen und um mich, meine Arbeit und meine Webseite zu promoten
  • Und doodle ist überhaupt unschlagbar 🙂

Beim Weiterdenken dieser Einstellung ist die Frage aufgekommen ob es für mein Unternehmen Sinn macht einen Twitter-Account einzurichten. Die Ziele sind:

  1. größere Kundennähe durch direktere und kürzere Kommunikation
  2. engere Kundenbindung
  3. neue Kunden finden

Meine Ideen bzw. Fragen dazu sind:

  • ist es möglich Support über Twitter zu organisieren?
  • kann ich Programmiertipps über Twitter verbreiten?

Hier mein twitter Account

Hier Tipps die Twitter selbst für Unternehmen gibt

Kategorien:Allgemein Schlagwörter: ,

default gateway failover / redundant gateway

Szenario / Aufgabenstellung:

In einem vorhandenen LAN soll zur Lastverteilung ein weiterer Zugang zum Internet eingebaut werden. Die beiden Internetzugänge müssen über zwei verschiedene Geräte laufen und sind auch räumlich getrennt. Der Einsatz teurer Load-Balance Lösungen ist aus Kostengründen ausgeschlossen.
Die Clients im LAN laufen mit Windows XP oder Windows Vista.

Lösungsweg:

Es wird in dem LAN zwei default-gateways geben. Ein Teil der Clients benutzt den einen Gateway und ein anderer Teil den anderen. Für den Fall dass ein Gateway ausfällt sollen die jeweiligen Clients aber über den anderen Gateway geleitet werden, ohne das der Benutzer etwas ändern muss. Ist der Gateway wieder vorhanden, musss der Client wieder automatisch zurück umschalten.

Dazu habe ich ein kleines BATCH-Script geschrieben. Dieses Script wird einfach per Autostart ausgeführt und läuft im Hintergrund mit.

@echo off 
rem: ist das WLAN an und im richtigen NETZ?
rem: das Script soll nur in dem eigenen Netzt ausgeführt werden
rem: wenn der Benutzer sich mit seinem Laptop in ein anderes Netzt hängt darf das Script nicht
rem: ausgeführt werden 
:start 
ipconfig | find "174.111.33.1" 
 if errorlevel 1 (goto sleep)  

 set GATEWAY1=174.111.33.10 
 set GATEWAY2=174.111.33.1

 rem: die Adresse, die zur Überprüfung des Gateways gepingt werden soll
 set PINGDEST="174.112.1.2"       

 rem: GATEWAY1 als default setzen 
 call route delete 0.0.0.0 mask 0.0.0.0 
 call route add 0.0.0.0 mask 0.0.0.0 %GATEWAY1% 

 set CURRENTGATEWAY=%GATEWAY1% 

 :CheckGateway 
 ping -n 3 %PINGDEST% | find "TTL="
 rem: wenn der Ping nicht ankommt Gateway wechseln 
 if errorlevel 1 (goto ChangeGateway2) else (goto ChangeGateway1) 

 :ChangeGateway1
 rem: wenn dieser Gateway gesetzt ist, dann warte ab und beginne von vorn
 rem: 174.111.254.254 sollte nicht erreichbar sein, aber im selben Netz liegen 
 if "%GATEWAY1%"=="%CURRENTGATEWAY%"   ( 
 ping 174.111.254.254 -n 1 -w 60000 > NULL 
 goto CheckGateway 
 )

 rem: wieder prüfen ob wir nicht zwischenzeitlich in einem anderen Netz sind, oder gar keine Verbindung haben 
 ipconfig | find "174.111.33.1" 
 if errorlevel 1 (goto sleep) 

 rem: sonst ändere den Gateway 
 set CURRENTGATEWAY=%GATEWAY1% 
 echo failover to %CURRENTGATEWAY% 
 call route delete 0.0.0.0 mask 0.0.0.0  
 call route add 0.0.0.0 mask 0.0.0.0 %CURRENTGATEWAY% 
 goto CheckGateway 

 :ChangeGateway2
 rem: wenn dieser Gateway gesetzt ist, dann warte ab und beginne von vorn
 rem: 174.111.254.254 sollte nicht erreichbar sein, aber im selben Netz liegen 
 if "%GATEWAY2%"=="%CURRENTGATEWAY%"   ( 
 ping 174.111.254.254 -n 1 -w 6000 > NULL 
 goto CheckGateway 
 )
 rem: sonst ändere den Gateway 
 set CURRENTGATEWAY=%GATEWAY2% 

 rem: wieder prüfen ob wir nicht zwischenzeitlich in einem anderen Netz sind, oder gar keine Verbindung haben 
 ipconfig | find "174.111.33.1" 
 if errorlevel 1 (goto sleep) 

 rem: Gateway wechseln 
 echo failover to %CURRENTGATEWAY% 
 call route delete 0.0.0.0 mask 0.0.0.0  
 call route add 0.0.0.0 mask 0.0.0.0 %CURRENTGATEWAY% 
 goto CheckGateway 

 :sleep
 rem: da es bei batch leider keinen ordentlichen sleep gibt, diese Krücke 
 echo waiting for WLAN 
 ping -n 65 localhost >NULL 
 goto start
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